Was hat das Erkennen der eigenen Bedürfnisse mit guter Führung zu tun?

Ich erlebe oft, auf welch wunderbare Art und Weise es wirksam es ist, wenn Menschen sich ihre Bedürfnisse mal genauer anschauen und damit eine aktive Möglichkeit nutzen, aus einer Negativschleife rauszukommen und Ihr Leben positiver zu gestalten.

"Jemand hat mich verletzt, enttäuscht, entwertet, belogen….". Hast Du das auch schon mal gedacht?

Aber kann man diesen Satz eigentlich so stehen lassen? Ist das wirklich wahr?
Was haben unsere Bedürfnisse damit zu tun?
Haben andere wirklich die Macht, uns zu verletzen?
Ganz klar nein! Hier kann man was tun.

Nehmen wir das kurz auseinander:
Jemand sagt oder tut etwas/unterläßt, etwas zu tun oder zu sagen.
Ein gutes Beispiel: Wertschätzung/gesehen werden. „Schon wieder nörgelt der rum, dem gefällt nicht, was ich geleistet habe“… „Sieht er denn gar nicht, dass ich mich für Ihn hübsch gemacht habe?" (ich bin eine Frau, daher fallen mir solche Beispiele ein 😉)

Wir reagieren.
Im negativen Fall verletzt, traurig, wütend.
Aber aufgepaßt: wir reagieren nicht sofort.

Die eigenen Bedürfnisse spielen in der Bewertung dessen was das Gegenüber sagt und tut, eine zentrale Rolle.
Kommen wir durch etwas, das ein Anderer sagt in Kontakt mit einem unerfüllten Bedürfnisse und spüren z.B. die eigene Verletzlichkleit / Bedürftigkeit / Ohnmacht, dann entstehen negative Gefühle.

Diese agieren wir dann aus. Am Anderen ganz klar, denn der ist ja Schuld. Oder?

Ich bin der Meinung, dass das so nicht stimmt. Und das wir eine wertvolle Chance verpassen, wenn wir auf diese Art unbewußt reagieren.
Die Verantwortung für die eigenen unerfüllten Bedürfnisse und die damit verbundenen Gefühle dem, der etwas gesagt oder getan hat zuzuschreiben bedeutet, die Verantwortung abzugeben!

Wir können Sie aber auch zu uns nehmen und uns fragen:
Was hat das Ganze mit mir zu tun?
Welches unerfüllte Bedürfnis zeigt sich da gerade?
Was kann ich selber aktiv dafür tun, dass dieses Bedürfnis im meinem Leben erfüllt wird?

Wenn man sich einmal traut, sich seiner eigenen Bedürfnisse bewußt zu werden, dann zeigen sich viele ungeahnte Möglichkeiten, für deren Erfüllung selbst zu sorgen.

Wir werden dadurch weniger abhängig von Anderen, können selbstbestimmter leben und entwickeln so ganz nebenbei auch ein wesentlich konstruktiveres Kommunikations- und Konfliktverhalten. Das wirkt sich auf alle unsere Beziehungen aus, auch auf die zu uns selbst.

Für die, dies sich näher mit diesem Phänomen und den eigenen Bedürfnissen auseinander setzen wollen, verlinke ich hier einen empfehlenswerten kostenlosen Grundlagenkurs in "Gewaltfreier Kommunikation".

Für mich ist der Begründer, Marshall Rosenberg, derjenige, der sich am tiefgründigsten und auf eine wirklich verständliche und liebevolle Art mit den Bedürfnissen und dem, was wir damit tun auseinandergesetzt hat. Ich selber übe immer noch, bin aber ein großer Fan und beobachte immer wieder mit großer Freude, wie wirksam es ist, wenn jemand sich dessen bewußt wird.😊

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Was hat eigentlich Führung mit Kunst zu tun?

Es ist ein Wagnis, ein Tasten, ein Wahrnehmen und ein Prozess, der das Potential für Bewußtsein und Veränderung hat. Genau hier ist die Verbindung zwischen Coaching und Kunst.

weiterlesen

Vernetzung vs. Hierarchie - wie kann beides zusammen gelingen?

»Da man nichtlineare Systeme nicht vorhersagen kann, bleibt uns nur eines: vor Ort zu sein, mitzuschwimmen, EMPATHIE zu entwickeln und RESONANZMUSTER zu erkennen. Nur so kann man verstehen lernen.«

weiterlesen

Was hat das Erkennen der eigenen Bedürfnisse mit guter Führung zu tun?

Ich erlebe oft, auf welch wunderbare Art und Weise es wirksam es ist, wenn Menschen sich ihre Bedürfnisse mal genauer anschauen und damit eine aktive Möglichkeit nutzen.

weiterlesen
Alle Artikel ansehen